Eispickel

Der Eispickel ist gerade für Bergsteiger und Kletterer bei Hochtouren ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand. In erster Linie dient der Eispickel als Gehhilfe auf Eis, in Schnee oder auf Felsen. Man kann hiermit die Schneelagen auf Gletscherspalten überprüfen, einen Sturz leicht abbremsen, ihn zur Absicherung als Anker verwenden oder manchmal Stufen ins Eis einschlagen. Mittlerweile werden die Stufen allerdings nur noch selten geschlagen, sondern man verwendet für glatte Eisflächen Steigeisen.

Die Vielseitigkeit ist also enorm, denn auch bei Bergungen hat sich der Eispickel als recht hilfreich erwiesen. Er darf also unter keinen Umständen fehlen, wenn man eine Hochtour plant. Bereits bei Beginn kann der Eispickel beim Aufstieg wie ein Wanderstock geführt werden und erleichtert die sichere Bewegung auf dem Weg. Hier ist besonders die Spitze am Ende des Stockes recht hilfreich. Man hat eindeutig eine höhere Trittsicherheit auf den schneebedeckten Gletschern.

In recht steilen Passagen wird die Haue eingesetzt. Bei Bergungen aus Spalten kann der Eispickel im Schnee verankert werden und beim Abrutschen als Bremshilfe eingesetzt werden. Wie man den Eispickel im Speziellen einsetzen kann, sollte man sich vor der Tour genauestens erklären lassen.

Die Unterschiede beim Eispickel

Wenn die Spitze einen sicheren Halt gewährleisten soll, muss darauf geachtet werden, dass die Schaftlänge des Eispickels auch an die jeweilige Körpergröße angepasst werden kann. An der Haue gehalten, sollte die Spitze den Boden nicht berühren, sondern sich in Höhe des Unterschenkels befinden. So stört der Eispickel auch nicht beim Klettern. Gegen Verlust ist dieser mit einer Handschlaufe ausgestattet, kann aber auch am Klettergurt befestigt werden.

Man sollte darauf achten das bei der Haue auch Stahl verwendet wurde. Dies ist wesentlich stabiler als Aluminium, auch wenn dann das Gewicht höher ist. Meist werden die Eispickel der neueren Generation auf beiden Materialien gefertigt. So sind die Haue aus Stahl und der Schaft aus Aluminium. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit sehr schweren Stahl- oder Holzpickeln aufbrechen musste. Moderne Eispickel sind nicht schwerer als 500 gramm und stellen beim Klettern keine Schwierigkeiten dar.

Der Eispickel als Lebensretter bei Gefahr

Gerade der Eispickel ist das typische Symbol, wenn man an Bergsteigen denkt. Allerdings sollte der Eispickel nicht nur für anspruchsvolle Touren in Eis und Fels verwendet werden, auch das reine Eisklettern ermöglicht der praktische Helfer. Gerade für Bergsteiger, die sich in Gebieten wie dem Großglockner, am Piz Biun oder auf dem Biancograt aufhalten, kann der Eispickel eine lebenswichtige Hilfe sein.