Bouldermatten

Bouldermatten werden, wie der Name schon sagt beim Bouldern eingesetzt. Als Bouldern wird das Klettern ohne Seil in geringer Höhe bezeichnet, für das man unbedingt ein Sturzpolster bereithalten sollte. Hierfür sind Bouldermatten bestens geeignet, um Verletzungen zu vermeiden. Man kann sie ungefähr mit weichen Sportmatten vergleichen, die man aus dem Sportunterricht kennt. Bouldermatten sind recht groß und sperrig, daher gibt es auch solche, die man falten kann, oder mit Tragegurten leichter bewegen kann. Wie bei Matratzen gibt es auch hier unterschiedliche Härtegrade und Schichten im Matteninneren.

Die einfachen Bouldermatten verfügen über zwei unterschiedliche Lagen, etwas bessere sogar über drei. Die oberste Schicht ist recht hart, bei Stürzen wird ein Durchdringen und Aufschlagen auf den Boden verhindert, die untere Schicht ist weich und soll die Aufprallgeschwindigkeit vermindern.

Bouldermatten vermindern das Verletzungsrisiko

Es werden an jede Matte unterschiedliche Anforderungen gestellt. Dies bezieht sich auf wichtige Faktoren, die zu berücksichtigen sind. So unterscheidet man bei der Größe sowie der Anzahl der Schichten. Die Bouldermatte kann als Crashpad genutzt werden oder aber man verwendet eine bestimmte Matte für den Boulderkletterraum. Hierfür spielt das Handling der Matte eher keine Rolle. Es ist eher auf die Belastbarkeit zu achten, da diese bei Sprüngen von der Wand eher punktuell von den Kletterern beansprucht wird. Daher muss der Schaumstoffkern aus hochwertigem Material bestehen. Die oberste Sichtfläche sollte recht fest sein, um im Falle eines Sturzes darauf, ein Umknicken der Gelenke zu vermeiden. Der untere Schaumgummi ist eher weich, um den Aufprall abfedern zu können. Dieser wird bei einem Aufprall gestaucht, das vorhandene Luftpolster komprimiert sich. Soll dieser Druck abgeleitet werden, muss die Bouldermatten eine Entlüftung haben. Hierfür werden meist Gittergewebestreifen oder aber auch Metallösen eingesetzt.

Großzügige Vermessung bei der Auslegung der Bouldermatten

Es gibt keine Normbestimmungen für den Aufbau der Bouldermatten, aber einige Faustregeln, die sich aus der Praxis ergeben haben. Abgeleitet aus dem Schulsport bedarf es einer Mattenhöhe von 20 cm bei einer Raumhöhe bis zu 3 Metern. Über 3 Meter Raumhöhe erfordert mindestens 30 cm Dicke.

Optimal sind dabei ein Drittel festes Material und 2 Drittel weicher Schaumstoff. Liegen mehrere Bouldermatten nebeneinander, muss man diese fest miteinander verbinden, damit ein Durchrutschen und Verrutschen verhindert werden kann, sonst besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Bouldermatten dürfen nicht zu gering bemessen werden. So ist ein Überstand von mindestens 2 Metern zu beachten, auch wenn die Wand über einen Überstand verfügt. Dieser Fallschatten sollte unbedingt berücksichtigt werden. Ebenfalls die gegebenenfalls vorhandene Wandneigung mit einzuplanen. Sicherheit sollte auf jeden Fall groß geschrieben werden, daher kann die großflächige Auslegung mit Bouldermatten vor schwereren Stürzen und Verletzungen schützen.