Schlafsack: Welcher ist der Richtige?

Wer sich für den Erwerb eines Schlafsackes interessiert, der wird sehr schnell feststellen, wie viele unterschiedliche Schlafsäcke es gibt. Die verschiedenen Arten von Schlafsäcken und auch ihre Unterschiede zu kennen, erleichtert die Kaufentscheidung und hilft dabei, den Schlafsack zu finden, der für die vorgesehene Nutzung am besten geeignet ist.



Verschieden Arten und Modelle


Schlafsäcke werden aus ganz unterschiedlichen hochwertigen Materialien gefertigt, sodass sie bestmöglich ihren Zweck erfüllen können. Verschiedene Formen sorgen dafür, dass eine optimale Wärmedämmung erzielt wird. Im Handel werden folgende Schlafsackformen angeboten:

- Rechteck- oder Deckenschlafsack


- Mumienschlafsack


- Eiform


- Kinderschlafsack

Der Rechteckschlafsack kann komplett geöffnet werden, sodass eine Decke entsteht, daher wird er oftmals auch als Deckenschlafsack bezeichnet. Er bietet viel Bewegungsfreiheit und Platz, hält dafür aber auch nicht so warm, wie ein Mumienschlafsack. Dieser Rechteckschlafsack ist aus diesem Grund vor allem für den Indoor-Bereich geeignet, also für Ferienhäuser, Wohnmobile und dergleichen. Rechteckschlafsäcke sind meist recht schwer und nehmen mehr Platz beim Transport in Anspruch.



Der Mumienschlafsack besitzt eine sehr körpernahe Form und bietet so eine optimale Wärmeleistung, er eignet sich daher besonders für die Nutzung im Außenbereich und bietet auch bei geringen Temperaturen viel Wärme und Schutz. Zudem lässt sich der Mumienschlafsack sehr platzsparend verstauen und hat ein geringes Gewicht. Wer sich in einem Mumienschlafsack eingeengt fühlt, der kann als Alternative einen Schlafsack in Eiform nutzen. Denn dieser ist im Prinzip ein Mumienschlafsack, bei dem der Hüft- und Kniebereich ein wenig breiter gearbeitet wurde und damit mehr Platz bietet. Diese etwas größere Bewegungsfreiheit geht allerdings auch zulasten der Wärmeleistung. 


Kinderschlafsäcke sind entsprechend kleiner und auch schmaler als die der Erwachsenen. Nur ein passender Schlafsack hält auch wirklich warm und so ist es wichtig, für Kinder einen solchen speziellen Schlafsack zu nutzen. 



Auf die ISO- und EN-Norm achten


Neben der Form des Schlafsackes ist die Temperaturleistung sehr wichtig, diese sollte entsprechend des Reiseziels beziehungsweise der Nutzung gewählt werden. Im Winter oder in kalten Ländern wird ein anderer Temperaturbereich nötig sein, als für das Zelten im Sommer bei hohen Temperaturen. Auf den Schlafsäcken finden sich Informationen zum Komfortbereich und zum Extrembereich. Neben der ISO-Norm, welches seit Jahren besteht, gibt es nun auch eine neue EN-Norm für Schlafsäcke. 


Es gibt den oberen Extrembereich, den Grenzbereich und den unteren Extrembereich. Für den Nutzer ist vor allen der Grenzbereich von Bedeutung, der angibt, wo der empfohlene Einsatzbereich temperaturtechnisch endet. Die ISO-Norm zeigt diesen Wert allgemein an, bei der neuen EN-Norm wird der Wert individuell für Frauen und Männer angegeben. 



Daunenschlafsack und Kunstfaser?


Allergikern sei der Kunstfaserschlafsack empfohlen, da Kunstfasern keine Allergien auslösen und der Schlafsack entsprechend der Pflegehinweise bequem in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Daunenschlafsäcke sind deutlich aufwendiger in der Pflege. Eine Reinigung wird aber früher oder später bei jedem Schlafsack nötig werden. Feuchtigkeit und Nässe werden von Daunenschlafsäcken nicht gut vertragen, dafür halten die Daunen aber deutlich wärmer. Hier ist der Kunstfaserschlafsack im Nachteil, dafür macht ihm Feuchtigkeit aber nichts aus.

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